Ich fahre gerade heim von einem Netzwerktreffen – mein heutiger Termin – kein Großes, sondern ein Spezielles, und mache mir meine Gedanken:
Große Netzwerkevents haben ihren Reiz. Hunderte Menschen, bunte Badges, volle Messehallen. Aber mal ehrlich: Wie viele Gespräche davon sind wirklich wertvoll?
Ich beobachte gerade einen spannenden Wandel. Massenveranstaltungen wie „Bits & Brezels“ werden zurückgefahren. Stattdessen entstehen kleinere, fokussierte Formate – und genau da passiert die echte Magie.
Heute durfte ich beim „Bayerischen Wasserkraft Forum“ in der Stadthalle Gersthofen dabei sein, initiiert von der Bayerische GemeindeZeitung / Verlag Bayerische Kommunalpresse GmbH . Vorträge über naturnahe, ökologische und ökonomische Nutzung von Wasserkraft in Bayern – praxisnah, tiefgehend, inspirierend.
Aber was mich am meisten beeindruckt hat? Die Gespräche zwischen den Vorträgen.
Menschen aus völlig verschiedenen Bereichen rund ums Wasser – Kommunen, Ingenieure, Umweltexperten – die plötzlich merkten: „Wir hatten dasselbe Problem. Und wir haben es so gelöst.“
Kein Pitch, kein Small Talk. Echter Wissenstransfer.
Und dann noch ein Thema, das mich aufhorchen ließ: Bitcoin-Mining mit Wasserkraft – als Möglichkeit, Überschussstrom sinnvoll zu nutzen, der sonst verloren ginge.
Innovation entsteht eben dort, wo die richtigen Menschen aufeinandertreffen.
Das ist der Unterschied zwischen Reichweite und Resonanz.
Auf einem Massenevent bist du einer von vielen. In einem fokussierten Netzwerk bist du „relevant“ – mit deinen Problemen, deiner Erfahrung, deiner Expertise.
Reichweite macht sichtbar. Vertrauen macht wirksam.
Ich glaube, die Zukunft des Networkings liegt nicht in größeren Räumen – sondern in den richtigen Gesprächen.
Was ist Ihre/Eure Meinung: Lieber groß oder lieber gezielt?
